Im Februar 2017 wurden Fragebögen an alle Bardenbacher Haushalte verteilt. ProHochwald stellt die Ergebnisse heute der Öffentlichkeit im Detail vor.

Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

Sie alle erinnern sich an die Bürgerbefragung von Anfang 2017, in der Sie Gelegenheit hatten, anonym und freiwilllig in einem umfangreichen Fragebogen Stellung zu nehmen zur Situation und dem Leben in Bardenbach. 780 Exemplare der mehrseitigen Bögen wurden verteilt, 80 davon kamen ausgefüllt zurück.

Nicht nur, dass dies eine immens hohe Zahl ist (danke dafür!) – Ihre Antworten sind auch inhaltlich höchst interessant.

Nach unserer Kenntnis ist bisher noch keine Veröffentlichung der Antworten erfolgt; wir von ProHochwald haben uns daher einmal die Mühe gemacht und alle 80 Original-Bögen gelesen und statistisch ausgewertet.

Wir möchten, dass Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, informiert sind und sich Ihr eigenes Bild machen können. Schließlich sind Sie es, deren Meinung wir eingeholt haben und um die es in erster Linie bei dieser Befragung geht.

Die Ergebnisse im Detail

Nachfolgend finden Sie zusammengefaßt die abgegebenen Antworten zu den einzelnen Fragen. Auf Prozentzahlen haben wir weitgehend verzichtet. Sie finden jedoch die absoluten Zahlen je Antwort in den Diagrammen.
Die Balkendiagramme sind – bis auf eine Ausnahme – im gleichen Maßstab angelegt, um eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Referenzgröße sind dabei die 80 ausgefüllten Fragebögen.

Angaben zur Person

Die Fragebögen wurden von mehr Frauen als Männern ausgefüllt; die Mehrheit der antwortenden Personen lebt nicht alleine in einem Haushalt:

© Christian Sabo

© Christian Sabo

Wie beurteilen Sie Bardenbach in Bezug auf Einkaufsmöglichkeiten?

Alle 80 Personen haben diese Frage beantwortet.

© Christian Sabo

Was könnte Ihnen bei Ihrem täglichen Leben hilfreich sein?

Hier konnten Sie freie Antworten formulieren, was auch zahlreich genutzt wurde.

Unangefochtener Spitzenreiter bei den Wünschen war hierbei ein mobiler Lieferservice, entweder als Bäckerauto oder auch als Bus mit Lebensmitteln, der Bardenbach mobil mit Grundnahrungsmitteln und frischen (Bio-)Produkten wie Obst, Gemüse und Getränkekisten versorgt.

Einige wünschen sich wieder einen Tante-Emma-Laden im Ort, andere setzen eher auf Fahrgemeinschaften zum Einkaufen oder auch bessere Busverbindungen nach Lebach, Wadern, Losheim, Merzig.

Wie beurteilen Sie Bardenbach in Bezug auf Busverbindungen?

Diese Frage wurde von 70 Personen beantwortet.

© Christian Sabo

Wie beurteilen Sie Bardenbach in Bezug auf medizinische Versorgung?

© Christian Sabo

Sind die Fahrtmöglichkeiten ausreichend?

© Christian Sabo

Freizeitgestaltung

Mehr als Dreiviertel der Teilnehmer (77,5 %)  geben an, noch selbst mobil zu sein.

© Christian Sabo

Wie beurteilen Sie Bardenbach in Bezug auf Freizeitmöglichkeiten?

© Christian Sabo

Auch zum Punkt «Freizeitgestaltung» sind zahlreiche frei formulierte Wünsche und Anregungen eingegangen.

Ein großes Thema hierbei ist «Bewegung»: entweder passiv (Mitfahrerbänke) – oder aktiv, denn viele von Ihnen wünschen sich Gymnastikgruppen/Turnen sowie Nordic Walking, einen Lauftreff oder Trimm-Dich-Pfad … und mehr Radwege.

Zahlreiche Bardenbacher bemängeln in diesem Zusammenhang auch, dass die Radwege zwischen Bardenbach/Buttnich und Bardenbach/Büschfeld trotz entsprechender Beschilderung täglich rechtswidrig von Kraftfahrzeugen als Abkürzung genutzt werden – und dass die Entscheidung über eine (Nicht-)Sperrung mit den Nachbarorten abgesprochen wurde, nicht jedoch mit den Bardenbachern selber: «Sollte mal überdacht werden und nicht anderen Ortschaften überlassen werden!!!»

Weitere Nennungen im Bereich Freizeitaktivitäten wären eher in bzw. um unser Bürgerhaus angesiedelt (Schachbrett, Grillplatz, Boupleplatz, Chor).

Für Kinder und Jugendliche: Welche Freizeitangebote würdest Du Dir wünschen?

Im Bereich der Freizeitgestaltung für Kinder ist der Spielplatz ein ganz großes Thema. Zahlreiche Eltern (und wohl auch deren Nachwuchs) wünschen sich hier eine Modernisierung. Die Jugendlichen denken eher an einen Platz für Skater, Inliner, Basketball, Volleyball – und an Klettermöglichkeiten in Form einer Kletterwand.

Soziales Umfeld und Situation

Auch bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich; die Antworten belegen, dass die meisten Einwohner von Bardenbach über ein gesundes soziales Umfeld verfügen, das bei Bedarf mit Hilfe zur Seite steht. Gleichzeitig scheint dies bei über 20 Personen nicht ganz so gesichert zu sein …

© Christian Sabo

© Christian Sabo

Die Frage «Freude würde mir bereiten» haben Sie ganz häufig beantwortet mit «Singen» – und auch wieder mit dem Thema «Bewegung», und zwar in Form von Tanzen, Gymnastik/Bewegungstherapie, Lauftreff.

Bei vielen weiteren Ideen und Wünschen geht es um das Zusammensein: «Vernünftige Kneipe/Café/Kommunikationspunkt», Kochkurse, Computer- und Internetkurse, generationenübergreifende Projekte.

Erledigungen und Arztbesuche

Obwohl mehr als Dreiviertel der Befragungs-Teilnehmer Ihre Arztbesuche noch selber erledigen, drehen sich fünf von sechs Antworten auf diese Frage um die Mobilität. Die Menschen wünschen sich Unterstützung in Form eines Hol- und Bringservices zu Ärzten beziehungsweise Mitfahrgelegenheiten oder auch Organisation von Fahrten.

© Christian Sabo

Bedarf und Angebot an ehrenamtlichen Tätigkeiten

Hier konnten Sie ankreuzen, an welchen Angeboten und Aktivitäten Sie Interesse hätten bzw. bei welchen Angebot Sie sich vorstellen könnten, ehrenamtlich aktiv zu werden. Mehrfachnennungen waren natürlich möglich.

Besonders erfreulich ist das Ergebnis, dass viele von Ihnen bereit wären, für erhaltene Unterstützung auch etwas zu zahlen – und gleichzeitig ganz viele Ihre Hilfe auch unentgeltlich zur Verfügung stellen würden.

Im Diagramm ist leider nicht ersichtlich, dass die Kombination «zahlen ja, unentgeltlich anbieten» 18 mal als Antwort gegeben wurde!
Umgekehrt wurde «zahlen nein, entgeltlich anbieten» nur viermal angekreuzt.

© Christian Sabo

© Christian Sabo

Mehrgenerationenhaus

Gefragt wurde, ob Sie sich vorstellen könnten, in einem Mehrgenerationenhaus in Bardenbach zu leben. Die Mehrheit der antwortenden Personen hat dafür keinen Bedarf. Gleichwohl gibt es aber 20 Personen, die an einem solchen Projekt (zumindest teilweise) Interesse haben.

© Christian Sabo

 
Einrichtung eines Runden Tisches bzw. eines Seniorentisches

Fast Dreiviertel alle antwortenden Personen bekunden Interesse an einem Runden Tisch bzw. Seniorentisch:

© Christian Sabo

Allgemeine Anregungen und Wünsche

Auch das Feld für allgemeine Anregungen und Wünsche wurde ausgiebig genutzt. Das ist erfreulich, denn es zeigt, dass die Bardenbacher sich durchaus Gedanken machen und Ideen haben. Nachfolgend zitieren wir nur einige der Nennungen:

  • mehr Aktivitäten mit Waderner Bürgern
  • Bioladen wie in Nunkirchen (Forsthof), Lebensmittel und Fleisch
  • Menschen sollten rücksichtsvoller werden, z.B. Einhaltung Mittagsruhe, Verbrennen, auch bei 30 °C, so dass das Haus eine Räucherkammer wird
  • Tempo-30-Zonen an Schule und in Nebenstraßen
  • Die Spazierwege (Bardenbach—Buttnich; Bardenbach—Büschfeld über Drieschenberg) sollten definitiv sicherer gemacht werden; d.h. Autos, die nicht forstwirtschaftlich oder landwirtschaftlich genutzt werden, sollten nicht mehr dort fahren dürfen, denn mit Kinderwagen oder auch die alten Menschen können nicht so schnell ausweichen. Sollte mal überdacht werden und nicht anderen Ortschaften überlassen werden!!! Zu einem Mehrgenerationendorf gehören nun auch mal Kinder und ältere Menschen, für deren Sicherheit gesorgt werden sollte!
  • Die Feldwege über den Drieschenberg für Autos, die dort nichts zu suchen haben, bitte auch unbefahrbar machen, z.B. durch eine Schranke oder Poller.
  • sicherer Spielplatz; sichere und aufgeräumte Spazierwege mit der ein oder anderen Bank mehr, man denke an die ältere Generation
  • Eine Umfrage alle 2 Jahre wäre eine tolle Möglichkeit, Stärke und Wünsche der Mitbürger aufzuzeigen.
  • Abholdienst bei Festen
  • Dorfschwester
  • Rücksichtnahme (Ruhestörung morgens, feiertags, Verbrennen)
  • Waldfriedhof verschönern
  • bessere Einkaufsmöglichkeiten
  • dass Kinder und Jugendliche insgesamt mehr in ihrem Wohnort mitentscheiden dürfen
  • Radwege nach Büschfeld/Buttnich für Kfz sperren (nicht nur per Beschilderung)
  • Querungshilfe über die L148 (Biel/Hackenbach)
  • mehr Infos für die Dorfbewohner